Folge 99: Bye Bye Hankos, Deutschlands Trostfrauen-Statue und das große Geld mit der “Go Travel To”-Kampagne

In Folge 99 unseres Podcasts Rolling Sushi sind wir mit Benks und Micha mal zur Abwechslung nur zu zweit. Eine Menge an frischen News aus und rund Japan gibt es natürlich trotzdem. Wir kommen dabei nicht drum herum über die Situation rund um die Trostfrauen-Statue in Berlin zu sprechen.

Wie befürchtet soll die Trostfrauen-Statue verschwinden. Die zuständigen deutschen Stellen versuchen Japans Einfluss in Deutschland runterzuspielen und mit eher skurrilen Begründungen die Entscheidung zu rechtfertigen.

Schluss mit Stempel-Stress

Wir kommen dabei auch gleich auf die japanischen Medien zu sprechen, die von der Politik beeinflusst werden. Vor allem bei der Berichterstattung des neuen Premierministers und LDP-Vorsitzenden zeigt sich das Problem sehr deutlich.

Japans neuer Premierminister sagt hingegen der übermäßigen Zettelwirtschaft im Land den Kampf an und plant die Hanko-Stempel abzuschaffen. Auch in der Bildung soll es moderner werden. Sämtliche Lehrbücher sollen digitalisiert werden. Einen eigenen Laptop sollen die Kinder auch vom Staat bekommen.

Regierungs-Kampagne wird ausgenutzt

Weniger erfreulich ist hingegen das Thema Selbstmord. Leider steigen die Zahlen in diesem Jahr stark an und vor allem junge Frauen leiden sehr unter der derzeitigen Situation. Ebenfalls fühlen sich die Mütter von Missbrauchsopfern alleingelassen und isoliert. Wirklich helfen will die Regierung jedoch nicht.

Viel mehr Sorgen machen sie sich um die laufende „Go To Travel“-Kampagne. Die läuft nicht so richtig und hat nun noch anderweitige Probleme. Es werden nun mehr fragwürdige Reisepakte angeboten, die vor allem eins wollen, mehr Geld für die Händler. Da sich Gutscheine und Rabatte schnell zu Geld machen lassen, sieht die Regierung ein großes Problem, laut Reglungen ist das nämlich nicht erlaubt.

Weiter sprechen wir über den neuen Zustellungsroboter der Post, der zwar niedlich aussieht, aber nicht wirklich effizient zu ein scheint. Sehr effizient ist hingegen eine Nachtbäckerei, die sich gegen Lebensmittelverschwendung engagiert und sich für hungrige Obdachlose und Bäckereien mit finanziellen Problemen einsetzt.

Anmerkung der Redaktion: Sollten Sie Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen helfen konnten, einen Ausweg aus einer problematischen Situation zu finden.

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