Folge 277: Japans Politiker geben viel Geld aus, große Unzufriedenheit nach schweren Erdbeben, Tourismusboom und LDP-Fraktionen könnten aufgelöst werden

In der heutigen Folge unseres Japan-Podcasts reden wir über die Anklage des ehemaligen Vize-Justizministers, dass Politiker viel Geld für Werbung sowie Geschenke ausgeben, dass der LDP-Skandal kaum die Richtigen treffen wird, die große Unzufriedenheit nach dem Noto-Beben, den Tourismusboom, jahrelange Wartezeiten für Kroketten und Start der Prüfungshölle.

Der Spendenskandal rund um die LDP bleibt ein heißes Thema. Die Staatsanwaltschaft plant bereits weitere Verfahren. In der Zwischenzeit wurde Anklage gegen den ehemaligen stellvertretenden japanischen Justizminister wegen eines anderen Spendenskandals erhoben.

Verschwenderische Politiker und Reaktion auf Erdbeben sorgt für Unzufriedenheit

Eine Anklage der Funktionäre der LDP bleibt allerdings eher unwahrscheinlich. Dabei zeigen neue Untersuchung, dass Japans Politiker grundsätzlich viel Geld für Personal, Werbung und Geschenke ausgeben.

Der Premierminister spielt hingegen mit dem Gedanken, die viertgrößte Fraktion der Partei aufzulösen. Das reicht vielen aber nicht aus, sie wollen mehr. Am 26. Januar beginnt die 150-tägige Sitzungsperiode des Parlaments und es steht so einiges auf der Liste, was abgearbeitet werden muss.

Die Bevölkerung ist zurzeit ziemlich unzufrieden, wie die Regierung mit dem schweren Erdbeben in Noto umgeht. Pflegekräfte kommen in der Region an ihre Belastungsgrenzen und auch die Wiederherstellung der Wasserversorgung macht Probleme und wird eine Weile dauern.

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Prüfungshölle und Wartezeiten für Fleischkroketten

Japan setzt weiterhin auf den Einreisetourismus und versucht ihn weiter anzukurbeln, den er läuft zurzeit wirklich sehr gut. Busunternehmen haben hingegen mit dem aktuellen Tourismusboom zu kämpfen.

Wenig überraschend sind letztes Jahr die in Insolvenzen in Japan stark gestiegen. Für die jungen Leute hat die Prüfungshölle begonnen, um an einer der renommierten Universität in Japan aufgenommen zu werden.

Etwas skurril ist die Meldung zu sehr gefragten Fleischkroketten aus Kobe-Rind. Diese sind nämlich so beliebt, dass eine Wartezeit von 38 Jahren gibt. In Tokyo wurden Überreste von historischen Grubenhäusern gefunden. Obwohl das ein seltener Fund ist, wird er aber nicht erhalten bleiben.

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