Folge 116: Sexistischer Chef der Tokyo Games, Japan bekommt seinen Impfstoff und der erste Weltraumtempel

In Folge 116 von Rolling Sushi ist mal wieder eine bunte Mischung aus Corona-Impfstoff, Baupannen, Empörung wegen eins sexistischen Kommentars und Weltraumtempel. Mit dabei sind Benks, Miki und Micha.

Den Anfang macht diesmal Myanmar, wo sich in den letzten Tagen zu einem Militärputsch kam. Japan, die mittlerweile viele Verbindungen zum Land aufgebaut haben, kritisieren das Vorgehen scharf. Sie fordern ebenfalls die sofortige Freilassung von Suu Kyi, der rechtmäßige Staatschefin von Myanmar.

Japan freut sich auf Corona-Impfstoff

Beim Thema Corona kann Japan zumindest ein wenig aufatmen. Die EU hat die Exporte für den Impfstoff offiziell genehmigt. Trotzdem steht Japan noch vor der Hürde, wie sie die Verteilung des Impfstoffs regeln soll. Dass die Herdenimmunität dabei länger dauern wird als angenommen, zeigte eine kürzliche Untersuchung, laut der weniger als ein Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen Covid-19 besitzen.

Gleichzeitig hat Japan das Einreiseverbot und den Ausnahmezustand verlängert. Viel bringen tut das laut Experten jedoch nicht, dass es deutlich an Verschärfungen der Maßnahmen mangelt. Allerdings hat die Regierung nun doch noch Geldstrafen für Verstöße gegen Corona-Maßnahmen festgelegt, obwohl sie vor wenigen Tagen die Idee abgelehnt hatten.

Olympisches Komitee sorgt für Empörung

Probleme macht dazu die Corona-App. Die funktioniert nämlich schon seit Monaten nicht mehr richtig, was dem Gesundheitsministerium nicht aufgefallen ist.

Für große Empörung sorgte der Chef des Olympischen Komitees in Tokyo. Mit einem sexistischen Kommentar zu Frauen im Komitee sorgte er für internationale Entrüstung. Europäische Botschaften protestierten auf Twitter gegen die Aussage und setzten ein Zeichen für Geschlechtergleichberechtigung.

In Iwakuni sorgt hingegen das Dreamtown-Projekt für Verzweiflung. Seit Jahren wird an dem Bauvorhaben gearbeitet, dass sich mit jedem Schritt in einen immer größeren Alptraum entwickelt. Geld macht dabei Japan allgemein große Sorgen, denn dem Land droht der Schuldenberg über den Kopf zu wachsen.

Illegale Pokémon und Weltraumtempel

Gute Nachrichten gibt es von der Polizei, laut der die Kriminalität 2020 in Japan erneut ein Rekordtief erreicht hat. Die Meldung ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, den bei einigen Straftaten gab es einen massiven Anstieg. Skurril wird es bei der Festnahme eines Mannes in Nagoya wegen des Verkaufs von modifizierten Pokémon.

Nicht weniger ungewöhnlich ist das Projekt eines Tempels in Kyoto, der den allerersten Weltraumtempel ins All schießen will. Für den Japanurlaub zu Hause gibt es dazu noch von Suntory eine Idee, die seit neusten kostenlose virtuelle Whisky Touren anbieten.

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