Folge 109: Japans Hass auf Obdachlose, Videospielfans retten Torii-Tor und die Zukunft von Crunchyroll

In der neuesten Folge Rolling Sushi, unserem Podcast mit aktuellen Japan-News, geht es mit Benks, Micha und Matze in eine neue Runde Corona-News und Co. Wie üblich geht es auch um andere Themen, wie zum Beispiel Videospielfans, die japanisches Kulturgut retten oder den Verkauf von Crunchyroll.

In Japan spitzt sich die Lage rund um Covid-19 immer mehr zu und auch die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wächst. Mehr als 3.000 neue Infizierte wurden bereits innerhalb eines Tages gezählt. Mittlerweile trifft aus diesem Grund die Weiterführung der Reisekampagne auf viel Unverständnis bei den Japanern.

Schon 2022 zurück zum Normalzustand

Auch in Japans Krankenhäusern sieht es gar nicht gut aus. Betten werden immer knapper und einige Regionen stecken bereits in Schwierigkeiten. Es wundert deswegen nicht, dass Premierminister Yoshihide Suga immer mehr unter Druck gerät.

In der Zwischenzeit funktioniert auch das Einreise-System der Regierung nicht. Trotz der aktuellen Lage zeigt sich Japan bereits optimistisch für die Zukunft. Es wird dabei davon ausgegangen, dass das Land bereits April 2022 wieder zum Normalzustand zurückgekehrt ist.

Mehr oder weniger gute Nachrichten gibt es im Fall des Brandanschlags auf Kyoto Animation. Der Täter wurde in einer psychologischen Untersuchung als geistig zurechnungsfähig eingestuft. Er kann damit nun offiziell wegen mehrfachen Mordes vor Gericht gestellt werden.

Eine Wahl sorgt für Empörung

Für Empörung sorgte ein Vorfall in Kusatsu. Eine Abgeordnete wurde aus der Stadtversammlung geworfen, nachdem sie den Bürgermeister der sexuellen Belästigung beschuldigt hatte. Eine stadtweite Schmierkampagne gegen die Frau und nicht vorhandene Untersuchungen sorgen nicht nur bei uns für Kopfschütteln.

Aufmerksamkeit erregte ebenfalls kürzlich eine ermordete obdachlose Frau, deren Ermordung für Fassungslosigkeit sorgte. Allgemein zeigte sich in letzter Zeit Japans feindselige Ansicht gegenüber Obdachlosen. Positives gibt es in der Unterhaltungsbranche für Selbstständige, die nun besser durch eine Arbeitsunfallversicherung geschützt werden sollen.

Crunchyroll wechselt den Besitzer und Gamer zeigen sich spendabel

Ebenfalls sprechen wir noch davon, dass AT&T Crunchyroll an Sony verkauft hat und wie sich nun das Angebot in deutschen Anime-Streamingdiensten verändert wird. Wir haben dabei so unsere ganz eigenen Ideen, was mit Crunchyroll passieren könnte. Aus Tsushima gibt es hingegen eine herzerwärmende Story rund um einen Schrein.

Der Watazumi startete vor einigen Wochen eine Kickstarter-Kampagne, um eins seiner bekannten Torii Tore wiederaufzubauen. Als künstlerisches Vorbild für das Game Ghost of Tsushima baten sie online um Hilfe und wurden regelrecht von Fans des Spiels überrannt. Dank ihnen ist nun so viel Geld zusammengekommen, dass man an dem Schrein noch viel mehr reparieren kann.

Zum Abschluss haben wir noch mit dem Ramen für alle! Kochbuch einen ganz besonderen persönlichen Buchtipp für die kalte Jahreszeit. (Es handelt sich hierbei um KEINE bezahlte Werbung)

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Anmerkung der Redaktion: Sollten Sie Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen helfen konnten, einen Ausweg aus einer problematischen Situation zu finden.

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